Oregon & Washington

PACIFIC NORTHWEST

In Washington und Oregon gibt es Monolithen, Vulkane, Mammutbäume und den klarsten See des Landes. Und Grauwale. Und Orcas.

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OREGON

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Wale OREGON & WASHINGTON

An der rauen Küste von Oregon kann man fast das gesamte Jahr über Grauwale beobachten, auch ganz hervorragend vom Land aus. In Washington stehen im Sommer vor allem Orcas im Mittelpunkt.

In Washington konzentriert sich Whale Watching auf die Gewässer rund um Vancouver Island: Die Haro Strait und die Juan de Fuca Strait im Puget Sound, die beide von Friday Harbour auf San Juan Island aus angefahren werden. Hier kann man bei zahlreichen Anbietern sowohl klassische als auch Kayak-Touren buchen. Auch in Port Townsend (Ost-Eingang zum Puget Sound), Anacortes auf Fidalgo Island, Port Angeles an der Südküste der Strait of Juan de Fuca und Bellingham an der Bellingham Bay starten viele Touren. Neben Orcas werden in den Sommermonaten wie auch sonst um Vancouver Island vor allem Grauwale, Buckelwale und Zwergwale gesichtet.

Die Saison startet im März und endet im Oktober, Grauwal-Touren finden im März und April statt. Die Wahrscheinlichkeit, Walen zu begegnen, ist wie in der gesamten Gegend sehr hoch, da es rund um San Juan Island viele Resident Orcas gibt, die das ganze Jahr über hier leben. Orcas können sowohl in der Haro Strait als auch in der Juan de Fuca Strait auch sehr gut von Land aus beobachtet werden. Der hierfür meist besuchte Ort auf den San Juan Islands ist Lime Kiln Point auf der Westseite der Insel. Auch von Whidbey Island, Port Townsend und Cape Flattery aus kann man Orcas gut von Land aus beobachten.

Etwas weiter südlich können von Westport aus im März, April und Mai vor allem Grauwale auf ihrem Weg nach Norden beobachtet werden. Die Touren hier sind deutlich günstiger als in den Hot Spots der Haro Strait, allerdings sind hier normalerweise nur Grauwale zu sehen. Auch vom North Head Lighthouse an der Grenze zu Oregon können Grauwale auf ihrer Wanderung gut von Land aus beobachtet werden, vor allem im Dezember und März.

»Nirgendwo geht Whale Watching besser von Land aus als in Oregon, das Angebot gehört zu den besten der Welt.«

Oregon etwas weiter im Süden profitiert vor allem von der jährlichen Wanderung der Grauwale. Da nicht alle Grauwale den ganzen Weg bis nach Norden unternehmen, sondern den Sommer mitunter auch in den Gewässern von Oregon verbringen, und Buckelwale ebenfalls regelmäßig zu sehen sind, kann man in Oregon von Depoe Bay und Newport aus fast das ganze Jahr über Wal-Safaris unternehmen, einzig November und Anfang Dezember ist kaum etwas los.

Zudem gibt es in Oregon sehr viele Möglichkeiten, Wale von Land aus zu beobachten, da Grauwale vor allem auf dem Weg nach Norden stets sehr nah an der Küste bleiben.

Das Angebot an Land-Beobachtungen in Oregon gehört zu den besten der Welt. Entlang der Küste gibt es 26 Orte und Wanderwege (»Whale Trails«), die explizit als Whale-Watching-Spots ausgewiesen sind – das Oregon Parks und Recreation Department hat hierfür das »Whale Watching Spoken Here« Programm gestartet, bei dem an zwei Wochen im Jahr Freiwillige an 26 Orten entlang der Küste stationiert werden, um Besuchern möglichst viele Informationen zu den wandernden Walen zu geben, in Depoe Bay wurde zudem ein Whale Watching Centre eingerichtet.

Dank dieser Maßnahmen gibt es in Oregon mittlerweile mehr Besucher, die sich Wale von Land aus ansehen, als bei einer Boots-Tour.

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To Do OREGON & WASHINGTON

An der rauen, felsigen Küste von Washington und Oregon gibt es Vulkane, Mammutbäume, dichten Regenwald, endlose Wanderwege und einen der klarsten Seen der Welt. In den Nationalparks leben Bären, Kojoten, Adler und Pumas.

Die Küste von Washington und Oregon ist geprägt von dichten Nadel-, gemäßigten Regenwäldern und steilen, felsigen Klippen. Einige Gebiete zählen zu den regenreichsten der gesamten USA, weiter im Landesinneren gibt es dagegen auch trockenere und öde Gebiete.

Über 1.300 Kilometer hinweg zieht sich das mächtige Kaskadengebirge von British Columbia bis nach Kalifornien hinunter – die Kaskaden sind Teil des pazifischen Feuerrings, einem Vulkangürtel, der den Pazifik an drei Seiten umgibt. Die Vulkane dieses Rings gelten als Vulkane mit sehr großer Explosions-Energie.

Der höchste Berg ist der Mount Rainier in Washington, ein schlafender Vulkan nahe Seattle mit 4.392 Metern. Der Mount St. Helens, 2.549 Meter hoch, ist erst 1980 ausgebrochen – das verwüstete Gebiet ist seit 1982 ein National Monument. Etwas weiter südlich liegt in Oregon der Mount Hood, mit 3.425 Metern der höchste Berg Oregons. Der ruhende Vulkan mit seinen vielen Gletschern gehört zu den meist bewanderten Bergen an der Küste. Umgeben wird er vom Mount Hood National Forest, nur 30 Kilometer von Portland gelegen ein beliebtes Wanderziel.

Im gesamten Kaskadengebirge liegen zahlreiche weitere Parks, z.B. der North Cascades Nationalpark, der Mount Rainier Nationalpark, das Mount St. Helens National Vulcanic Monument und der Crater Lake Nationalpark, die allesamt hervorragende Wandergebiete sind. Der meist besuchte ist der Mount Rainier Nationalpark in Washington, pro Jahr kommen knapp zwei Millionen Besucher. Innerhalb des Parks gibt es knapp 500 Kilometer Wanderwege, die an Wasserfällen, Bergseen, engen Schluchten und bis zu Tausend Jahre alten Mammutbäumen vorbei führen.

»Der Crater Lake gehört zu den saubersten und klarsten Seen der Welt. Hier wurde schon eine Sichttiefe von über 40 Metern gemessen - Rekord.«

Der Crater Lake in Oregon ist ein 594 Meter tiefer Kratersee des Vulkans Mount Mazama – der tiefste See der USA. Rund um das extrem blauen Wasser führt der Rim Drive, in der Mitte liegt Wizard Island, ein riesiger Vulkankegel, der mit dem Boot besucht werden kann. Der Crater Lake hat keinerlei Zu- oder Abfluss und gehört daher zu den saubersten und klarsten Seen der Welt – hier wurde schon eine Sichttiefe von über 40 Metern (!) gemessen, das ist einer der höchsten je dokumentierten Werte.

In den Nationalparks von Washington und Oregon leben Schwarzbären, Hirsche, Wapitis, Luchse, Wölfe, Koyoten, Adler – und in den etwas entlegeneren Gebieten auch viele Pumas (man schätzt, dass es hier um die 5.000 gibt). Wer hier wandert, sollte sich also vorher darüber informieren, wie man Probleme bei Begegnungen von vornherein vermeidet.

Unverkennbar sind die Küsten von Washington und Oregon neben ihren dichten Wäldern vor allem wegen ihrer rauen, zerklüfteten Küsten voller Monolithe. Der bekannteste und signifikanteste ist der Haystack Rock am Cannon Beach, ein 72 Meter hoher Steinklotz in Oregon, dessen Form an einen gigantischen Heuhaufen erinnert und der zu den größten Küstenmonolithen der Erde gehört.

Bilder OREGON & WASHINGTON

Die nordamerikanische Pazifikküste ist mit ihren dichten Wäldern und rauen Felsen unverkennbar. In Washington und Oregon sind diese Küsten sogar noch ein klein bisschen dramatischer als in Kanada.

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Walreise NORWEGEN

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Whale Watching GUIDE

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