British Columbia - Die kanadische Pazifikküste ist rau, wild und sensationell schön. Hier gibt es Orcas, Grauwale und Regenwälder voller Bären und Pumas.

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Die kanadische Pazifikküste ist rau, wild und sensationell schön. Hier gibt es Orcas, Grauwale und Regenwälder voller Bären und Pumas.

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Die kanadische Pazifikküste ist rau, wild - und sensationell schön.

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Wale BRITISH COLUMBIA

Die Gewässer rund um die kanadische Insel Vancouver Island sind das Orca-Zentrum der Welt. Nirgendwo sonst kann man im Sommer so gut Orcas beobachten wie hier. Auch Grauwale kommen auf ihrem langen Weg nach Norden stets hier vorbei.

Whale Watching in British Columbia meint vor allem Whale Watching auf Vancouver Island, wenngleich man auch direkt von Vancouver aus Touren buchen kann. Sämtliche Anbieter, egal ob Festland oder Insel, haben sich auf Orcas spezialisiert.

Im Westen der Insel gehört die Wanderung der Grauwale zu den weiteren Höhepunkten der Saison: Ca. 20.000 Grauwale wandern jedes Jahr vom Golf von Kalifornien bis in die Beringsee, dabei passieren sie Vancouver Island zwischen Ende Februar und Mai (es gibt auch einige Residents, die den ganzen Sommer über hier bleiben), im März feiern Tofino und Ucluelet an der Westküste der Insel das Pacific Rim Whale Festival, bei dem bis zu 100.000 Menschen von Land aus den Zug der Grauwale beobachten. Auch Zwergwale können gelegentlich beobachtet werden, im Norden von Vancouver Island im Sommer oft auch Buckelwale.

Der wichtigste Ort auf der Insel ist Victoria, ganz im Süden, von hier aus starten sogar 70 Prozent aller Whale-Watching-Touren in ganz British Columbia. Entsprechend viele Anbieter gibt es allerdings, mittlerweile zu viele, so dass die Wale von den vielen Booten mitunter gestört werden.

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Ausweichen kann man am besten in den Westen von Vancouver Island, nach Tofino und Ucluelet, von hier starten im Sommer zahlreiche Touren, zudem sind die Strände von Long Beach und vor allem Wickaninnish Beach wunderschön, und im Sommer sieht man hier im Gegensatz zu Victoria auch jede Menge Grauwale. Auf vielen Wanderwegen im Pacific Rim Nationalpark sind Walbeobachtungen auch von Land aus möglich.

Etwas weiter im Norden liegt Campbell River, von hier aus starten viele Touren in die Strait of Georgia mit ihren vielen kleinen Inseln und Fjorden voller Seelöwen, Adler und Schwarzbären. Die eigentliche Orca-Welthauptstadt ist die Gegend um Telegraph Cove ganz im Norden von Vancouver Island. Nirgendwo kann man im Sommer so verlässlich so viele Orcas sehen, wie hier – auch hervorragend von Land aus!

Theoretisch sind Orcas das ganze Jahr über in den Gewässern von British Columbia zu finden, am häufigsten trifft man sie aber in der Hauptsaison von Mai bis September.

Touren sind direkt von Telegraph Cove aus möglich, z.B. mit stubbs-island, orcellaexpeditions.com (mehrtägige Touren!) oder kingfisher (per Kayak). Von Port McNeill aus startet mackay whale watching, von Alert Bay aus kann man mit seaorca segeln. Orcas werden recht verlässlich bis Mitte September gesichtet, danach nur noch unregelmäßig.

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To Do BRITISH COLUMBIA

Vancouver Island bietet raue, wilde Küsten, undurchdringlichen Regenwald und kilometerlange einsame Strände. In den Canadian Rocky Mountains liegen einige der schönsten Nationalparks der Welt.

Vancouver Island ist die größte Insel der nordamerikanischen Pazifikküste, sie ist gut 450 Kilometer lang und 100 Kilometer breit. Große Teile der Insel werden vom gemäßigten Regenwald beherrscht, vor allem die dem Pazifik zugewandte Südseite der Insel ist extrem rau und zerklüftet – ein perfekter Ort, um mal die wilden Herbststürme des Pazifiks zu erleben. Die Nordseite ist gemäßigter und bietet in der Strait of Georgia und der Johnston Strait unendlich viele Wasserstraßen, Fjorde und Inseln. Wichtigste Stadt ist das sehr britisch anmutende Victoria ganz im Süden (80.000 Einwohner). Ganz im Norden liegt Port Hardy, Ausgangspunkt für eine Schiffsreise zur Inside Passage in Alaska.

Gemäßigter Regenwald unterscheidet sich von tropischem Regenwald vor allem dadurch, dass er in den gemäßigten Klimazonen abseits des Äquators vorkommt, davon abgesehen sind beide Arten ähnlich wild, chaotisch und undurchdringlich. Der Regenwald an der nordamerikanischen Pazifikküste besteht aus extrem dicht gewachsenen Fichten und Douglasien, in Nordkalifornien auch aus den riesigen Mammutbäumen. In Bodennähe ist alles verworren und vermoost, diese Wälder gehören zu den artenreichsten und faszinierendsten (und manchmal auch unheimlichsten) Ökosystemen der Welt.

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Der Pacific Rim Nationalpark im Süden der Insel gehört zu den schönsten Nationalparks Kanadas, pro Jahr kommen über eine Million Besucher aus aller Welt. Am eindrucksvollsten ist die Küste des Clayoquot Sound zwischen Ucluelet und Tofino, hier gibt es groteske Felsformationen und kilometerlange einsame Sandstrände voller Treibholz. Besonders Long Beach und Wickaninnish Beach gehören zu den schönsten Stränden der gesamten nordamerikanischen Westküste.

West Coast Trail & Wild Pacific Trail: Der West Coast Trail im Süden des Pacific Rim gehört zu den bekanntesten (und je nach Jahreszeit und Wetterlage härtesten) Wanderwegen Kanadas. Erfahrene Wanderer benötigen für die 75 Kilometer gut eine Woche, weniger erfahre Wanderer starten lieber nur mit einem Teilstück. Der Wild Pacific Trail ist deutlich einfacher und führt an der szenischen Küste von Ucluelet entlang, hier sind auch einfache Teilstücke möglich, z.B. der Lighthouse Loop.

Auf Vancouver Island leben zwar keine Braunbären, dafür aber sehr viele Schwarzbären, nicht selten kommen sie sogar bis in die Vorgärten der kleineren Orte. Auf Menschen haben sie es normalerweise nicht abgesehen, Schwarzbären sind Allesfresser und meist nur an offen herumliegender Nahrung interessiert. Bei Ebbe lassen sie sich oft am Ufer der Fjorde blicken, wo sie nach Muscheln und Meerestieren suchen (daher starten die meisten Bear-Safaris mit dem Boot). An der Nordküste von Vancouver Island kann man auch Touren in die Fjorde des Festlands unternehmen, wo im August und September Grizzlys zu beobachten sind – z.B. mit tiderip, greatbeartours oder grizzlycanada

»In den dichten Regenwäldern von Vancouver Island leben wahrscheinlich um die Tausend Pumas - ein Viertel aller in ganz Kanada heimischen Tiere.«

In den dichten Regenwäldern von Vancouver Island leben (wahrscheinlich) um die Tausend Pumas (auch: Berglöwen), ein Viertel aller in ganz Kanada vorkommenden Tiere. Auf den ersten Blick scheinen sie im Vergleich mit Bären weniger bedrohlich – Schwarzbären allerdings lassen sich leicht verscheuchen, ein Angriff ist eher ein Unfall, bei Pumas dagegen kann es vorkommen, dass sie Wanderer über längere Zeit verfolgen, um ihre Chancen für einen Angriff auszuloten. Begegnungen und Angriffe sind zwar extrem selten, dennoch stehen an vielen Trails Hinweistafeln, wie man sich bei einer Begegnung zu verhalten hat: Zurückweichen, laut sein, groß machen – und bei einem Angriff mit allem zur Wehr setzen, was da ist. Pumas werden ca. 1,5 Meter groß und bis zu 70 Kilogramm schwer, sie können aus dem Stand ca. 5 Meter hoch und 9 Meter weit springen.

Wer British Columbia besucht, sollte unbedingt auch einen Abstecher in die Rocky Mountains unternehmen. Die Nationalparks von Banff und Jasper gehören zu den schönsten der Welt. Am einfachsten lässt sich die Gegend per Roadtrip erkunden, der Trans Canada Highway führt an allen weltbekannten Sehenswürdigkeiten vorbei: Johnston Canyon, Lake Louise, Columbia Icefield, Sunwapta Falls, Maligne Lake, Athabasca Falls, Emerald Lake, Moraine Lake, Mount Robson. Tipp: Von Banff aus nicht den Trans Canada Highway nehmen, sondern bis Lake Louise den Highway 1A: weniger Straße, weniger Autos, mehr Tiere.

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